Bahnhof Berkersheim - Fragen und Antworten

Die monatelange Weigerung des Verkehrsdezernenten Oesterling (SPD), dem Harheimer Ortsbeirat die von der DB Netz AG im Auftrag der Stadt Frankfurt erstellten Pläne zur Verfügung zu stellen, hat die Mitwirkung des Ortsbeirates zwar erschwert; wir lassen uns aber selbstverständlich nicht davon abbringen, in der Diskussion mitzumischen.

 

Schauen wir also nach vorn, denn das Thema ist für die Harheimer Pendler zu wichtig, um sich von womöglich parteipolitisch motivierten Behinderungen durch die Verwaltung aufhalten zu lassen.

 

Worum geht es?

Der vierspurige Ausbau der Main-Weser-Bahn zwischen Friedberg und Frankfurt-West beginnt gerade. Der erste Bauabschnitt (Frankfurt-West - Bad Vilbel) soll bis 2022 abgeschlossen sein. Der bisherige beschrankte Bahnübergang kann nicht bestehen bleiben, denn aus Sicherheitsgründen sind ebenerdige Querungen von 4-spurigen Bahntrassen nicht zulässig. Gleichzeitig ist die Bahn aber gesetzlich verpflichtet, weiter einen Übergang zu ermöglichen.

 

Drunter oder drüber?

Es gibt einen Planfeststellungsbeschluss, in dem eine Unterführung beschrieben wird. Aus verschiedenen Gründen - die Kosten spielen dabei wohl die größte Rolle - sind sich aber inzwischen alle Beteiligten (DB, Bund, Stadt Frankfurt) einig, dass diese Variante nicht realisiert wird.

Bleibt als nur die Alternative "drüber". Aber wie? Da kommt der griechische Buchstabe "Omega" ins Spiel. Denn die Form dieses Buchstabens beschreibt die Gestalt der Brücke. Zunächst wird die Brücke ansteigend parallel zu den Gleisen geführt und wenn genug Höhe gewonnen ist, geht es in einem Bogen darüber und auf der anderen Seite wieder zurück. Wir kennen das von der Brücke am Frankfurter Berg.

Die Bahn selbst liefert dazu derzeit (Stand: 12.12.2017) nur wenig Informationen. Auf der Infoseite der DB Netz AG (https://www.s6-frankfurt-friedberg.de/neue-bauwerke.html) ist der Bahnübergang Berkersheim noch nicht einmal aufgeführt.

 

Und wie soll das konkret aussehen?

Da gibt es derzeit anscheinend mehrere Varianten, die sich zum Beispiel in der Breite der Fahrbahn unterscheiden oder in dem Punkt, wo der 25er Bus in Zukunft hält. Wir haben von unseren Ortsbeiratskollegen der SPD zwei verschiedene Pläne bekommen, die der Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt nun doch an die SPD Ortsvereine im Frankfurter Norden herausgegeben hat. Ob das alle derzeit vorliegenden Varianten sind wissen wir nicht. Wie gesagt, noch haben wir nicht alle Informationen. Wir holen sie uns aber noch, garantiert!

 

Was ist aus Harheimer Sicht wichtig?

Zwei Dinge stehen aus unserer Sicht im Vordergrund:

 

Erstens eine gute Erreichbarkeit der Bahnsteige für die Harheimer S-Bahn-Nutzer. Die S-Bahnsteige werden auf der Berkersheimer Seite liegen. Wir müssen also - egal ob Hin- oder Rückfahrt - jedesmal die Gleise überqueren. Ein schneller und bequemer, barrierefreier Zugang zum Bahnsteig muss also gewährleistet sein. Dazu gehört auch, dass sich die Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe zu den Bahnsteigzugängen befinden soll. Mehrere hundert Meter lange Fußmärsche zum Bahnsteig sind inakzeptabel. Sonst wird das Ziel des S6-Ausbaus, künftig schneller und bequemer mit der S-Bahn unterwegs zu sein, für Harheimer Fahrgäste konterkariert.

 

Zweitens wollen wir keinen zusätzlichen Kfz-Verkehr im geschützten Niddatal (und damit durch Maßbornstraße und Harheimer Stadtweg).

 

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