Bahnhof Berkersheim - Fragen und Antworten

(Aktualisiert 19.2.2018) Die monatelange Weigerung des Verkehrsdezernenten Oesterling (SPD), dem Harheimer Ortsbeirat die von der DB Netz AG im Auftrag der Stadt Frankfurt erstellten Pläne zur Verfügung zu stellen, hat die Mitwirkung des Ortsbeirates zwar erschwert; wir lassen uns aber selbstverständlich nicht davon abbringen, in der Diskussion mitzumischen.

 

Inzwischen liegen die Pläne vor. Der Verkehrsdezernent möchte, dass sich die beteiligten Ortsbeiräte 10 (Frankfurt Nord-Ost) und 14 (Harheim) möglichst auf eine Variante einigen, bevor er eine Entscheidung trifft.

 

Worum geht es?

 

Der vierspurige Ausbau der Main-Weser-Bahn zwischen Friedberg und Frankfurt-West beginnt gerade. Der erste Bauabschnitt (Frankfurt-West - Bad Vilbel) soll bis 2022 abgeschlossen sein. Der bisherige beschrankte Bahnübergang kann nicht bestehen bleiben, denn aus Sicherheitsgründen sind ebenerdige Querungen von 4-spurigen Bahntrassen nicht zulässig. Gleichzeitig ist die Bahn aber gesetzlich verpflichtet, weiter einen Übergang zu ermöglichen.

 

Drunter oder drüber?

 

Es gibt einen Planfeststellungsbeschluss, in dem eine Unterführung beschrieben wird. Aus verschiedenen Gründen - die Kosten spielen dabei wohl die größte Rolle - sind sich aber inzwischen alle Beteiligten (DB, Bund, Stadt Frankfurt) einig, dass diese Variante nicht realisiert wird.

Bleibt als nur die Alternative "drüber". Aber wie? Da kommt der griechische Buchstabe "Omega" ins Spiel. Denn die Form dieses Buchstabens beschreibt die Gestalt der Brücke. Zunächst wird die Brücke ansteigend parallel zu den Gleisen geführt und wenn genug Höhe gewonnen ist, geht es in einem Bogen darüber und auf der anderen Seite wieder zurück. Wir kennen das von der Brücke am Frankfurter Berg.

Die Bahn selbst liefert dazu derzeit (Stand: 19.2.2018) nur wenig Informationen. Auf der Infoseite der DB Netz AG (https://www.s6-frankfurt-friedberg.de/neue-bauwerke.html) ist der Bahnübergang Berkersheim noch nicht einmal aufgeführt.

 

Und wie soll das konkret aussehen?

 

Da gibt es derzeit drei Varianten, die sich zum Beispiel in der Breite der Fahrbahn unterscheiden oder in dem Punkt, wo der 25er Bus in Zukunft hält. Ob die endgültige Lösung dabei ist oder ob noch einmal etwas ganz neues geplant wird wissen wir derzeit noch nicht. In Berkersheim kursiert derzeit eine Unterschriftenliste für die Unterstützung einer ganz neuen, sehr abgespeckten Variante, die eine Querung nur für Landwirte ermöglichen würde. In Berkersheim herrscht Sorge vor zusätzlichem Kfz-Durchgangsverkehr, falls durch die Omega-Brücke ein komfortabler Übergang geschaffen würde. Allerdings ist man sich in Berkersheim alles andere als einig, das Meinungsbild ist sehr vielfältig, um es vorsichtig auszudrücken.

 

Was ist aus Harheimer Sicht wichtig?

 

Konzentrieren wir uns auf Harheim. Drei Dinge stehen aus unserer Sicht im Vordergrund:

 

Erstens eine gute Erreichbarkeit der Bahnsteige für die Harheimer S-Bahn-Nutzer. Die S-Bahnsteige werden auf der Berkersheimer Seite liegen. Wir müssen also - egal ob Hin- oder Rückfahrt - jedesmal die Gleise überqueren. Ein schneller und bequemer, barrierefreier Zugang zum Bahnsteig muss also gewährleistet sein. Dazu gehört auch, dass sich die Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe zu den Bahnsteigzugängen befinden soll. Mehrere hundert Meter lange Fußmärsche zum Bahnsteig sind inakzeptabel. Sonst wird das Ziel des S6-Ausbaus, künftig schneller und bequemer mit der S-Bahn unterwegs zu sein, für Harheimer Fahrgäste konterkariert.

 

Dazu gehört zweitens auch eine akzeptable Querung der Gleise für Radfahrer. Denn der Weg per Fahrrad nach Berkersheim und darüber hinaus Richtung Preungesheim, Frankfurter Berg etc. ist uns auch wichtig.

 

Und Drittens wollen wir keinen zusätzlichen Kfz-Verkehr im geschützten Niddatal (und damit durch Maßbornstraße und Harheimer Stadtweg).

 

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