Jugendarbeit in Harheim kommt

Eine Einrichtung der „offenen Jugendarbeit“ für Harheim: Das ist der sehnliche Wunsch der SPD-Vorsitzenden Kristina Luxen und des grünen Ortsbeirates Helmut Seuffert. Und mit ihnen wünschen sich auch die 700 Jugendlichen in unserem Stadtteil, ihre Freizeit endlich in der Obhut  von entsprechend pädagogisch geschulten Fachkräften verbringen zu dürfen – glauben und behaupten die beiden jedenfalls.

 

Wir wissen nicht, ob das so ist. Aber weil die beiden Harheimer Lokalpolitiker in den vielen Jahren, in denen sie ihr Lieblingsprojekt öffentlichkeitswirksam propagieren, höflich ausgedrückt nur recht begrenzten Erfolg hatten (die Schrottcontainer auf dem Parkplatz der Sportanlage waren mangels Finanzierung nie eine realistische Option), haben wir von der CDU überlegt, wie man vielleicht doch eine offene Jugendarbeit in Harheim etablieren kann.

 

In unserem Nachbarstadtteil Nieder-Erlenbach gibt es ein solches Angebot, das von zwei hauptamtlichen Mitarbeitern betreut wird. Wie man allerdings hört, ist der Zulauf der Jugendlichen dort noch ausbaufähig. Könnte man also vielleicht zusammenarbeiten? Und siehe da, Gespräche mit den Nieder-Erlenbachern ergaben schnell, dass man bereit ist, einen Teil des Angebots nach Harheim zu verlagern. Die evangelische Kirchengemeinde besitzt geeignete Räume für die Jugendarbeit und wird diese zur Verfügung stellen. Losgehen soll es schon Anfang nächsten Jahres, zunächst mit zwei wöchentlichen Terminen. Es wird einen „offenen“ Jugendtreff und ein weiteres Angebot geben.

 

Harheim bekommt also Anfang 2020 endlich eine professionelle offene Jugendarbeit. Zugegeben, das Angebot ist nur ein Anfang. Wenn sich allerdings die hoch gesteckten Erwartungen unserer rotgrünen Streiter für das Vorhaben erfüllen, wird sich das Projekt ja wahrscheinlich einer großen Beliebtheit erfreuen. Und wenn es so kommt, wird sich wegen der dann endlich offensichtlichen Nachfrage durch die Harheimer Jugend auch die Stadt Frankfurt nicht mehr verweigern können, das Angebot auszuweiten.

 

Also: Jubel bei Rot und Grün? Komischerweise nicht, ganz im Gegenteil. Es wird Gift gespritzt. Die CDU habe die offene Jugendarbeit in Harheim „beerdigt“ (K. Luxen) und die CDU wolle die offene Jugendarbeit „nicht einmal geschenkt“ (H. Seuffert). Sehr eigenartig, aber wir werden jetzt hier auch nicht behaupten, wir hätten etwas anderes erwartet…. 

 

Schauen wir also mal. Wir freuen uns jedenfalls und sind gespannt, wie das Projekt angenommen wird!