Bahnübergang dicht - wie geht es weiter?

21.3.2020   Am vergangenen Wochenende war es soweit. Die lange angekündigte und mehrfach verschobene Schließung des Bahnübergangs nach Berkersheim wurde vollzogen. Da wo vorher Schranken waren stehen jetzt Betonabsperrungen. Das Überqueren mit Kraftfahrzeugen ist nicht mehr möglich. Es wird an dieser Stelle keinen beschrankten Bahnübergang mehr geben. Er soll später durch eine Brücke ersetzt werden. Mehr dazu weiter unten.

 

Die alte Holzbrücke wurde ebenfalls abgerissen.

Dafür gibt es jetzt eine neue Brücke. Diese soll für die nächsten Jahre als Provisorium den Fußgängern und Radfahrern die Querung der Gleise ermöglichen. Das geht zu Fuß über die Treppen oder auch mit den Aufzügen.

 

Es handelt sich bei der Brücke um ein Provisorium. Sie wird später durch eine neue, dauerhafte Fußgänger-/Radfahrerbrücke ersetzt. Aus baulogistischen Gründen (Platzmangel) war dies nicht anders machbar. Die provisorische Brücke ist aus Harheimer Sicht nicht gerade ideal. Sie liegt weiter weg von der Bushaltestelle und man kann nur hoffen, dass die Aufzüge auch tatsächlich gut funktionieren, denn nur mit den Aufzügen ist der barrierefreie Zugang zu den Bahngleisen möglich.

Alles andere als ideal ist die neue Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer. Musste man bisher zwar öfters einmal einige Minuten warten, bis die Schranken hochgingen, so ist das Überqueren der Gleise an dieser Stelle ab sofort nur noch über die Brücke möglich.

 

Für normale Fahrräder können die Aufzüge genutzt werden; zwei normale Fahrräder passen hinein. Für Lastenräder sind die Kabinen zu klein; sie kommen am Berkersheimer Bahnhof überhaupt nicht mehr über die Gleise.

 

Wer den Aufzug nicht nutzt, muss derzeit tragen. In Kürze sollen noch Schienen für das Schieben von Fahrrädern montiert werden.

 

Ende 2023 soll der S-Bahnausbau zwischen Bad Vilbel fertig sein. Danach will die Stadt Frankfurt mit dem Bau der endgültigen Brücke für Fußgänger und Radfahrer beginnen. Diese Brücke soll dann komfortabler werden als das Provisorium und vor allem Rampen bekommen, damit der Radverkehr wieder zügig fließen kann und auch Lastenräder wieder über die Gleise kommen. Sie wird auch wieder näher an der Bushaltestelle liegen.

 

Und die Bushaltestelle?

 

Sie liegt nun in der Berkersheimer Bahnstraße, rund 250m vom derzeitigen Zugang zu den Gleisen entfernt. Der Ortsbeirat hat sich immer wieder an die Stadt Frankfurt gewandt, um hier eine bessere Lösung zu finden. Das wurde aber aus Platzgründen im laufenden Baubetrieb von Stadt und Bahn als nicht möglich angesehen.

 

Die Bushaltestelle bleibt also an dieser Stelle, bis dann eine Brücke, die auch die Befahrung durch Busse und landwirtschaftliche Fahrzeuge zulässt, gebaut ist. Dieses Bauwerk ist dann die sogenannte Omega-Brücke, welche sich in Form des griechischen Ω über die Gleise legen soll. Sie wird allerdings noch einige Jahre auf sich warten lassen. Denn erst nach Abschluss eines neuen Planfeststellungsverfahrens kann die Brücke gebaut werden und dann soll auch die Bushaltestelle wieder direkt an die Gleise verlegt werden.

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