Nächste Sensation im Immobilienreigen der Deutschen Bundesbank: nach der Entscheidung, das alte Gelände in Bockenheim aufzugeben, zieht die Bundesbank nicht wie ursprünglich geplant in die Innenstadt, sondern in den Frankfurter Norden. Dort wird die Bank einen Neubau an der Harheimer Bezirkssportanlage an der Riedhalsstraße errichten.
Planungsdezernent Gwechenberger begrüßt die Entscheidung: „Die damalige Gemeinde Harheim hatte vor der Eingemeindung das Gelände an die Bundesbank verkauft. Im Bebauungsplan 268 von 1977 ist das Gebiet als Sportanlage für die Bundesbank ausgewiesen. Wir vom Planungsdezernat sind stets bemüht, B-Pläne zügig umzusetzen. Nach nur fast 50 Jahren ist es nun soweit – schneller als bei manch anderen Bauvorhaben in Frankfurt.“ Gebaut werden solle dabei nicht auf dem Sportplatz selbst, sondern auf der angrenzenden Hundewiese, die ebenfalls Teil des Planungsbereichs ist. Der Neubau entstehe zwar außerhalb des Geltungsbereichs des Hochhausrahmenplans, doch „wo es sinnvoll ist, kann man ja auch einmal vorhabenbezogenes Baurecht schaffen“, so Gwechenberger.
Zuvor war der Vorschlag des Leiters des Stadtplanungsamts, Martin Hunscher, den Neubau der Bundesbank im Harheimer Ortskern zu erstellen, verworfen worden. „Das ist schade“, sagte Hunscher hierzu, „den Harheimer Ortskern abzureißen, um Platz für die Bank zu schaffen, hätte den Harheimer Ortskern belebt. Man hätte sogar einen Tante-Emma-Laden im Sockelbau der Bank unterbringen können.“
„Der Standort an der Riedhalsstraße ist durch den S-Bahn-Halt Berkersheim hervorragend durch den ÖPNV erschlossen, das war unseren Mitarbeitern in einer Umfrage besonders wichtig“, ergänzt Bundesbankpräsident Joachim Nagel. „Und wenn wir hoch genug bauen, kann ich aus Harheim die Vorstandsetage der EZB zumindest aus der Ferne sehen.“
„Falls wir dadurch wieder einen Geldautomaten in Harheim bekommen, solls mir recht sein“, sagte der Harheimer Ortsvorsteher Frank Immel bei einem Pressetermin abschließend. Zu einer kleinen Feierstunde lädt daher die Harheimer CDU am Mittwoch, dem 1. April um 18h an der Riedhalsstraße.
